Dienstag, 20. November 2018

So schmeckt Mexiko


So schmeckt Mexiko! 

(Text von Hannah aus Deutschland, Freiwillige mit Adveniat in Guadalajara in 2016, die Bilder sind von mir)

"Zu jeder mexikanischen Mahlzeit gehören Tortillas in irgendeiner Form. Unter Tortillas versteht man Maismehlfladen, die in vielen Familien selbst hergestellt werden. Dazu mischt man Maismehl mit Wasser und stellt daraus einen Teig her. Von dem Teig werden nun immer kleine Stücke mit Hilfe einer „Tortillapresse“ in die typische Tortillaform gebracht. Der Teigfladen wird anschließend zum Backen auf den Herd gelegt. (Man muss dazu sagen, dass hier ausschließlich auf Gasherden gekocht wird.) Diese Tortillas kann man wie Brot zu jeder Mahlzeit dazu essen oder weiterverarbeiten: Tostadas sind geröstete Tortillas, die etwa die Konsistenz von dicken Chips haben. Sie werden normalerweise mit z.B.Tomaten, Bohnen, Fleisch, Nudelsalat und verschiedenem Gemüse belegt. Ich esse sie aber auch gerne so. Enchiladas nennt man mit z.B. Reis/Kartoffeln und Fleisch gefüllte und zusammengerollte Tortillas mit einer scharfen Soße. Tacos sind zusammengeklappte mit den verscheidensten Dingen belegte Tortillas. Sie werden mit der Füllung nochmal auf den Herd gelegt, damit sie härter werden und sich nicht so schnell öffnen. Ein „richtiger“ Taco besteht aus zwei übereinandergelegten Tortillas. Frittierte, gerollte Tacos nennt man Tacos dorados. Quesadillas sind zusammengeklappte, mit Käse und eventuell weiteren Zutaten gefüllte Tortillas. Sie werden auch häufig zum Frühstück gegessen. (Ich bekomme immer Tortillas mit Käse und Kochschinken.) Gorditas (Dicke) erhält man, wenn man die Tortillas während dem Backen seitlich  aufschneidet und mit Gemüse oder Fleisch füllt. Burritos sind meist in Tortillas eingerollte Bohnen mit Fleischstückchen und aktuell mein Lieblingsfrühstück. Chilaquiles sind kleingeschnittene, geröstete Tortillas, die mit einer pikanten Soße ausschließlich zum Frühstück gegessen werden. Sehr häufig werden hier auch Bohnen (Frijoles) gegessen, dabei spreche ich nicht von grünen Bohnen, sondern von braunen Bohnen, die ich hier mindestens zwei Mal am Tag in Form von Bohnenbrei zu mir nehme. Tamales sind ein weiteres typisches mexikanisches Gericht, dass ich seit meiner Zeit in Durango echt gerne esse und auch schon selbst kochen durfte. Dazu nimmt man ein Mais- oder Bananenblatt und bestreicht dies mit Maisbrei. Darauf kommt dann Fleisch (meistens Hühnchen) oder Peperoni, bevor das Ganze dann zusammengefaltet und mit Dampf gegart wird. Am besten schmecken Tamales, wenn man sie wiederaufwärmt, in dem man sie auf den Herd legt, bis die Blätter außen schwarz und der Maisbrei innen knusprig wird.



Ein für Mexiko typische Suppe ist Pozole. Pozole enthält eine spezielle Maissorte und Hühnchen- oder Rindfleisch. Wahlweise kommen dann noch Radieschen, Zwiebeln und Koreander hinzu. Des Weiteren gibt es hier noch zwei Gemüsesorten, von denen ich vorher noch nie gehört habe: Nopales (ein Kaktus, dessen Blätter gegessen werden) und Chayote (einem Kürbisgewächs). Prinzipiell wird hier alles mit Chile (in Form von Chilipulver, klein geschnittener Peperoni oder Salsa in allen Schärfegraden) und Limón (Limette) gegessen und beides ist für mich schon fast nicht mehr wegzudenken. Ein Essen ohne Chile, auch das Frühstück, erscheint mir schon fast „langweilig“ und fad. Brot, das bei uns ja eines der Hauptnahrungsmittel ist, wird hier kaum gegessen und „pan“, das man mit „Brot“ übersetzt, sind immer süße Teilchen.

Früchte
Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie eine so große Früchteauswahl gehabt, wie hier in Mexiko. Zunächst gibt es hier alle Früchte, die auch in Deutschland üblich sind wie Äpfel (manzana), Birnen (pera), Bananen (platano), Pfirsiche (durazno), Aprikosen (chabacano) und Erdbeeren (fresa). Darüber hinaus sind hier auch für uns exotischere Früchte üblich, die ich schon vorher gekannt habe, wie Ananas (piña), Orangen (naranja), Mango (mango), Papaya (papya), Wassermelone (sandía), Honigmelone (melón) und Granatapfel (granada, die Kerne der Granatäpfel hier sind allerdings nicht rot, sondern schwarz). Und dann gibt es noch Früchte, von denen ich vorher noch nie gehört hatte: Guayaba (Aprikosengroße, gelbe Früchte mit sehr vielen Kernen), Tuna (eine grüne oder rote Kaktusfrucht), Jicama (eine Wurzelknolle, erinnert vom Aussehen stark an Kolrabi und wird hauptsächlich mit Chilipulver und Limone gegessen), Guanabana (eine fast Melonen große Frucht, die von außen grün ist und ein weißes Fruchtfleisch besitzt, dessen Konsistenz eine Mischung aus „Glibber“ und faserig ist) und Tamarindo (sehen in ihrer Hülse aus, wie große, getrocknete Erbsen, sie werden hauptsächlich für „Aguas“ oder Süßigkeiten verwendet).

Getränke
Am häufigsten trinkt man hier Refrescos (Fanta, Cola,…) und Aguas de… (Wasser aus…). Aguas werden hergestellt, in dem man eine Frucht (Limone, Orange, Ananas, Erdbeeren, Papaya, Tamarindo, Guayaba,…) auspresst oder püriert, mit Wasser verdünnt und Zucker hinzufügt. Horchata ist ein Getränk aus Reis, Zucker und Wasser, das kalt getrunken wird und sehr erfrischend ist. Atole wird hauptsächlich im Winter getrunken, da es warm zu sich genommen wird. Es besteht aus Maismehl, das mit Wasser oder Milch aufgekocht wird. Atole ist sehr sättigend und kann im Bedarfsfall auch eine Mahlzeit ersetzen.
Typische alkoholische Getränke sind Cerveza (Bier), Mezcal und der bekannte Tequila. Mezcal ist ein Agavenschnaps in dessen Flasche ein Wurm als Echtheitsgarantie schwimmt. Derjenige, der die Flasche leer macht, isst den Wurm mit. Tequila wird aus der Maguey-Agave hergestellt. Als Tequila darf nur der Schnaps bezeichnet werden, der aus dem Bundesstaat Jalisco kommt, in dem wir wohnen. Tequila wird hier auf zwei Weisen getrunken: Als „Shot“  mit Salz und Limone (erst ein bisschen Salz essen, dann der Tequila und anschließend in die Limone beißen) oder mit Refresco (Zitronenlimo/Wasser mit Limone) gemischt.

Süßigkeiten
Natürlich bekommt man hier in Mexiko auch Süßigkeiten wie Schokolade oder Gummibärchen zu kaufen. Allerding sind diese im Verhältnis teurer als in Deutschland, weshalb ich seit 1/2 Jahr mit sehr wenigen Ausnahmen auf sie verzichte und mich mit den mexikanischen Süßigkeiten angefreundet habe.
Die wohl typischste mexikanische Süßigkeit ist eine Masse aus Tamarindo mit Chile. Als ich dies zum ersten Mal probiert habe, hätte ich es am liebsten wieder ausgespuckt, mittlerweile esse ich es aber echt gerne. Des Weiteren isst man hier viel Coco, Blöcke aus geraspelter Kokosnuss. Das Original Coco ist weiß mit einem rosa Rand. Es wird aber auch viel Coco in den Nationalfarben verkauft. Coco de… sind kleine Röllchen aus Kokosnuss mit verschiedenen Geschmacksrichtungen. Die Erdnussriegel werden als Palanquetas bezeichnet. Eine weitere typische Süßigkeit ist Cajeta. Sie wird aus Milch und Zucker hergestellt und erinnert entfernt an Caramel. Je nach Mischverhältnis ist Cajeta eine zähe Masse oder ein fester Block. Die zähflüssige Masse wird meist mit Keksen gegessen. Jamonsillo ist Cajeta in Blockform mit Nüssen. Borrachitos (Betrunkene) sind eine Art Gummibärchen, die meist mit Tequila oder anderen Getränken (meist alkoholisch oder Café) gefüllt sind und dadurch das Ganze cremig werden lassen. Statt Marzipan isst man hier Mazapan, das nicht aus Mandeln, sondern aus Erdnüssen hergestellt wird.
Am Anfang war für mich die Umstellung auf das mexikanische Essen nicht einfach und ich hatte, genau wie andere Freiwillige, Verdauungsprobleme. Dieses Phänomen wird hier als Montezumas Rache bezeichnet. Montezuma II war einer der letzten aztekischen Herrscher. Er soll kurz vor seinem Tod bei der Eroberung der Spanier einen Fluch ausgesprochen haben, dem zu Folge alle Eindringlinge seine Rache zu spüren bekommen würden und furchtbar leiden müssten.“

10.03.2016

Freitag, 9. November 2018

Wie ein Land die Stimmung verändern kann

Wie ein Land die eigene Stimmung verändern kann: Seit ich in Rio de Janeiro angekommen bin, spüre ich den warmen, würzigen Wind von den Höhen des Corcovado, die entspannte Weise des Miteinanders der unterschiedlichsten (!) Brasilianer oder der langsame Rhythmus in einem riesigen Land – auf jeden Fall bin ich in Urlaubsstimmung: Leben und leben lassen. Maria Do Carmo Da Cunha Regalado und Antonio Carlos Patricio Regalado, die mich schon vor fünf Jahren während des Weltjugendtags magis2013 gastfreundlich und herzlich empfangen hat, lud mich auch diesmal ein. Und so habe ich eine Woche Touristenprogramm mit vielen schönen Eindrücken erlebt, mit wunderbaren Museen (wie z.B. Museo do amanhã oder Santa Ana), Kirchen (z.B. in Tiradentes) und Shopping-Malls (z.B. Leblon-Shopping), mit gutem Essen und netten Leuten, mit Gesprächen über Gott und diese Welt „Brasilien“. Außerdem habe ich die deutsche Schule und das Jesuitenkolleg Sant Inacio besucht. Ich habe viel gelernt, vor allem, wie unterschiedlich das Leben hier sein kann. Ein paar Bilder anbei, bevor ich nach Mexiko aufbreche. Tudo bem!

Montag, 29. Oktober 2018

Bartimäus

28/10/2018 Domingo 30° Ciclo B - Homilía Regina Martyrum, Buenos Aires
El encuentro con el ciego es el último milagro realizado por Jesús durante su vida pública, pero no es uno más; el relato depara interesantes sorpresas para los discípulos y para nosotros que quieren seguir a Jesús. 

Hermanos, hermanas:
Hace tres semanas fui a un concierto de ciegos, el coro nacional de ciegos y la banda sinfónica nacional de ciegos, aquí en Buenos Aires. La cantante de la misa del domingo a la tarde, la Señora que suele tocar la guitarra, cantaba en este mismo coro. Un concierto muy bueno que me gustó mucho. El director de orquesta dirigió el coro. Imagínense cómo ha lo dirigido. Los gestos no sirven si nadie le ve. ¿Entonces que hico? Daba signos de sonidos, como castañetear los dedos por ejemplo. Si claro, pero yo no sabía antes ni siquiera me imaginaba como se puede dirigir un coro de ciegos. Entonces para mí el concierto fue en lo cual comprendí más, un momento de ajustar la percepción, un cambio de perspectiva.
En el evangelio de hoy Jesús nos invita a cambiar nuestra perspectiva, ajustar nuestra percepción y ver, ver con los ojos de la fe, con el corazón: Cómo es seguir a Jesús, cómo podemos vivir al estilo de Jesús. San Marco nos presenta al ciego, al mendigo ciego que está sentado en el camino de Jericó a Jerusalén, como un ejemplo para los discípulos. En el camino Jesús planteó a sus discípulos que tendría que sufrir y morir. Y ellos no entendían. Aprendieron paso a paso que significaba esto. Este encuentro con el ciego tiene como correspondencia el encuentro con el joven rico que quiso seguir a Jesús y no pudo, porque no quería dejar sus riquezas, que escuchamos hace dos semanas ¿se acuerdan? Bartimeo, sí, va a seguir a Jesús como uno de sus amigos.
En tres puntos quisiera mostrarles en qué el mendigo ciego era como un ejemplo para ellos y sigue ser como un ejemplo para nosotros.
Primer punto: Bartimeo sabe pedir. Sabe lo que quiere, sabe lo que necesita y sabe decirlo. El ciego ha entendido muy bien la buena noticia de Jesús y sabe también lo que necesita: ¡Jesús, hijo de David, ten piedad de mí! Con este grito da en el blanco del corazón de Jesús que es misericordia, que ha venido a salvarnos, por (viviendo) la misericordia de Dios. Cuando Jesús le pregunta: “¿Qué quieres que haga por ti?” no le pregunta por qué no lo sabe. Es obvio que necesita un mendigo ciego, ¿no? Jesús le preguntó porque quiso que se atreviera a decir lo que deseaba, lo que necesitaba. Fíjense en Bartimeo: él, que mendigaba, no pide una moneda tranquilizadora; pide ver porque sabe que es necesario para él. Y eso va a cambiar la vida de Bartimeo.
Muchas veces hoy en día sabemos que nos hace falta algo para vivir con alegría y confianza, pero no sabemos cómo encontrar el camino. Estamos triste, deprimido o ansioso, pero ¿para qué? Ojala que tengamos buenos amigos o buenas amigas para hablarles de esto. ¿Qué es nuestro deseo profundo? ¿Qué es nuestro anhelo? En Jesús tenemos un amigo. Le podemos decir lo que verdaderamente necesitamos para que seamos más conscientes de nuestras vidas.
Segundo punto: Bartimeo escucha la llamada de Jesús por medio de otros. No es Jesús que lo llama directamente. Dice a sus discípulos: “Llámenlo”. Entonces llamaron al ciego. Seguramente no escuchó a Jesús. Pero cuando llegaron las tres palabras de Jesús “¡Ánimo, levántate, él te llama!” por medio de otros, confía y se levanta. Porque siente que estas palabras son de Jesús. Sabe discernir.
Confío en esto que la llamada de Dios llega a mí por medio de otros. Todos los días el Señor nos dice algo, por medio de la Biblia, de la oración, pero también por medio de otros que encontramos en nuestra vida.
El sínodo de los jóvenes que recién terminó aclara muy bien que la vocación no es algo extraño o raro. “Cada vida es una vocación en relación con Dios“– afirma el documento final, “no es fruto de la casualidad o un bien privado que se gestiona por sí mismo.” ¡Toda vocación bautismal es una llamada! Y allí se necesita discernimiento para escuchar esa llamada de Jesús en medio de tantas voces distintas. Voces que nos quieren conducir al mal también. ¿Cómo es la llamada de Jesús? El ciego lo sabe, lo ve, porque tiene fe.
Tercer punto: Bartimeo no tiene miedo. Después de escuchar la llamada, enseguida comenzó de seguir a Jesús. Dejó todo (“arrojando su manto”), apostó lo todo a Jesús, de pie de un salto, le siguió con alegría. La primera lectura exprime muy bien este sentimiento de alegría y libertad de los hijos e hijas de Dios. Háganse oír, alaban a Dios por la salvación. Nosotros hoy también somos parte de esta gran asamblea, de este pueblo de Dios. Allí están ciegos y lisiados, mujeres embarazadas y con bebes – todos personas vulnerables, muchas veces oprimidas. Según la lectura: ¿Qué tienen en común? ¿Por qué están nombrados? ¡Porque no tienen más miedo, van con alegría!
El joven rico no se animaba a seguir a Jesús. Aunque llevaba una vida según los mandamientos tenía miedo y no encontraba la llamada de Jesús en su vida. El ciego sí, lo encontraba y respondió con ánimo y libertad y sobre todo con alegría. Allí esta uno de los signos para ver que es Jesús. El que nos hace alegres.
Entonces: El ciego es para el evangelista San Marcos un ejemplo para los discípulos de ayer y de hoy que significa seguir a Jesús: Saber pedir de un modo concreto lo que necesito, deseo. Escuchar la vocación, la llamada de Jesús por medio de otros y seguirlo sin miedo, sino con alegría. La alegría viene de Dios. Todos necesitamos la misericordia de Dios que nos abre los ojos del corazón, para que podamos ver la salvación que Jesús nos dio en la cruz y en la resurrección. Y necesitamos ejemplos como Bartimeo para seguirlo.
Hoy quiero pedir especialmente por los argentinos, que por la parte política se encuentran triste, y a veces deprimidos. Para que todos los argentinos, especialmente los jóvenes sepan usar toda su inteligencia, su creatividad, su fe, su amor por los pobres, su humor, su energía, su buena onda para pedir lo que se necesita, para escuchar la llamada de Jesús por medio de otros y para seguir a Jesús sin miedo. Amen.


Donnerstag, 25. Oktober 2018

Bonfatiusgemeinde


 

Während meines Aufenthalts in Buenos Aires habe ich Sonntagsvormittags mit der deutschsprachigen Bonifatius-Gemeinde in Buenos Aires die hl. Messe gefeiert. Die von der Gemeinschaft der Pallotiner betreute Gemeinde hat eine lange Tradition

Und auch wenn es nur noch eine kleine Gruppe ist, die sich Woche für Woche trifft, so hat es mir der Dienst doch eine besondere Freude bereitet. Der Gemeinde offensichtlich auch. Es wurde aus dem Gotteslob mit Orgelbegleitung gesungen – für argentinische Verhältnisse sehr ungewöhnlich. Und natürlich durfte der Kirchenkaffee anschließend nicht fehlen!