Montag, 8. Oktober 2018
Unter die Räuber gefallen
Donnerstag, 4. Oktober 2018
Geschichten
Es gibt eine neue Seite der Berufungspastoral, auf der
ich in einem Film zu sehen bin. Ich erzähle einen wichtigen Teil meiner Geschichte, nicht mehr und nicht weniger. Viel Freude! Montag, 1. Oktober 2018
Santa Fe la Vera Cruz - Colegio de la Inmaculada Concepción
Die letzte September-Woche war ich in Santa Fe zu Gast, wo
ich 2012/13 für ein Jahr im Kolleg mitgearbeitet habe. Es war eine Woche
voller guter Begegnungen und schöner Überraschungen. Die Kommunität dort hat
sich seitdem verändert, aber im Kolleg habe ich viele Bekannte, ja auch Freunde
wiedergetroffen. Es ist ein Freude zu sehen, wie gut sich das Kolleg
weiterentwickelt hat und was aus den Schülern von damals geworden ist: Einige
von den „Kleinen“ machen jetzt ihren Abschluss, die „Abiturienten“ von vor fünf
Jahren, mit denen ich viel unterwegs war, studieren bzw. arbeiten teilweise
schon als Lehrer oder Erzieher im Kolleg mit. Es gibt auch dort finanzielle Probleme, die Gewalt in der argentinischen
Gesellschaft hat eher zugenommen, viel Armut in unmittelbarer Nähe. Aber aus
dem Schulentwicklungsprozess, der dort 2012 begann, konnten verschiedene
Projekte weitergeführt werden, z.B. das ignatianische Gebet (ähnlich wie die
Erzählgottesdienste), die Mentoren für alle Stufen, die „Nebenexperimente“ für
die älteren Schüler. Ich habe von den Entwicklungen in Bonn berichtet. Es tut
sich viel an unseren Schulen! Außerdem gab es noch ein Treffen von jungen Menschen, die Kranke im Hospital besuchen - davon ein Bild, auf dem die Geste hoffentlich keine politische Äußerung ist.
Montag, 17. September 2018
Abschied vom Rheinland
Eine Woche Abschied in Bonn, zwischen den Welten. Der
Schulalltag hat hier schon längst wieder begonnen. Als ich vor einer Woche mit
dem Rollkoffer den Berg hoch schnaufe, begrüßt mich Tarik aus Klasse 7
freudestrahlend: „Na, sind Sie schon wieder zurück aus Mexiko?“ Einige Kollegen
fragen, ob ich denn immer noch nicht weg sei. So ist das, wenn man sich
verabschiedet?! Nein, ich bin tatsächlich immer noch da. Ein Oberstufenschüler
meckert: „Dann hätten Sie doch wenigstens noch vier Wochen den Physikkurs
unterrichten können!“ Auch eine Art und Weise, Anerkennung zu zeigen.
Wer mehr Bilder von mir im Unterricht sehen möchte, kann dies übrigens auf der neuen Webseite der Jesuiten: https://www.jesuiten.org/was-wir-tun/bildung/schulen/
Wer mehr Bilder von mir im Unterricht sehen möchte, kann dies übrigens auf der neuen Webseite der Jesuiten: https://www.jesuiten.org/was-wir-tun/bildung/schulen/
Danke für fünf gute Jahre am Aloisiuskolleg!
Montag, 10. September 2018
Arche-Gemeinschaft
„Wie geht es Dir eigentlich?“ Mitten im Gespräch konnte eine ältere
Bewohnerin der Arche diese Frage ganz unvermittelt stellen – und es war immer wieder
die gleiche Frage, so dass meist alle schmunzelten. Aber manchmal lässt einen diese
Frage stutzen und innehalten, reflektieren – ganz ignatianisch,
scheint mir: Wie geht Dir eigentlich?
In den vergangenen drei Wochen war ich Gast in der Arche-Gemeinschaft
in Tecklenburg. Ich wurde mit einer großen Offenheit aufgenommen,
habe viele Menschen in der Arche und im weiteren Umfeld kennen gelernt. Die
Bewohner und Assistenten gemeinsam in einer großen WG: Zusammenleben ist nie
einfach, und angesichts der zusätzlichen rechtlichen und interkulturellen
Herausforderungen gilt das auch für die Arche. Doch die Geduld und die
Freundlichkeit im Umgang miteinander, die von einer christlichen, ökumenischen
Haltung getragen werden, haben mich beeindruckt.
„In den Arche-Gemeinschaften leben Menschen mit geistigen
Behinderungen mit anderen zusammen, die sich berufen fühlen, ihr Leben mit
ihnen zu teilen. Bei diesem engen Zusammenleben und gemeinsamen Unterwegssein
lernen wir alle Leiden und Freuden des Gemeinschaftslebens kennen. Hier öffnen
die schwächsten Mitglieder uns anderen das Herz für das Mitfühlen und helfen
uns auf diese Weise zu einem tieferen Einswerden mit Jesus. Wir lernen es, mit
ihnen Freundschaft zu schließen, und durch sie und mit ihnen auch mit Jesus.
Unsere Gemeinschaften beruhen – genau wie auch die Gemeinschaften »Glaube und
Licht« – auf dem Glauben an den Wert, den jeder Mensch hat; ganz
unabhängig von seiner Kultur oder Religion, seinen Fähigkeiten oder
Behinderungen. Wir alle sind berufen, in der Liebe und Weisheit und der
Fähigkeit zum Annehmen des Anderen zu wachsen. Manche unserer Gemeinschaften
wurzeln im katholischen Glauben; andere wurden ökumenisch. So erleben wir die
Freuden des Einsseins und die Schmerzen, die es bereitet, noch gespalten zu
sein. Indem wir versuchen, die Botschaft Jesu zu leben, wachsen wir zusammen.“
(Jean Vanier, Vorwort, in: Weites Herz. Dem Geheimnis der Liebe auf der Spur,
Schwarzenfeld 2010, S. 7)
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